Dienstag, Juni 20, 2006

Erste Eindruecke...

Russian Handy: +7 915 164 8643 .... Festnetz folgt noch.



der letzte abend
Gut, dass ich noch alles geschafft habe, Flo und Katharina mir einen schönen Abend verschafft haben. Entschuldigt bitte, dass ich knappe 4 Stunden mit dem Schreiben von E-Mails und aehnlichem beschäftigt war. Ihr habt euren Teil mit Trude Her „Niemals geht man so ganz“ dazu beigetragen. Danke Flo, echt lieb. Ich vermisse euch jetzt schon!

Samstag morgens, 8 Uhr kommt ganz plötzlich der gute-Laune–Shuttle-Dienst von Köln nach Düsseldorf ins Spiel. Wie könnte es auch anders sein, als dass ich mich von zwei wasch-echten Kölnern in die verbotene Stadt bringen lasse. Gut, dass der Escort-Dienst ´nen Clown gefrühstückt hat oder doch in der Witzkiste geschlafen(???), ansonsten hätte ich den Abschied bestimmt nicht so leicht verdaut. Dass ich wenig Lust hatte, Köln grad am Beginn der Fussball-WM zu verlassen ist wohl kein Geheimnis mehr...





Schlussendlich hab ich den Absprung doch noch ganz gut geschafft. Weder musste ich meine 3.000 Seiten kopierter Literatur in good old Germany lassen, noch sonstige Geschenke und Souvenirs. Vor allem die Deutschland-Russland-Portugal-Fahne hat die Gepäck-Kontrolle gut überstanden. 3 Stunden nachdem ich der Stadt am Rhein entschwoben bin landete ich auch schon in Moskau - Scherimetovo.

Was die Distanz betrifft war es keine Weltreise, bei naeherem Betrachten des Mentalitaets- und Kulturunterschiedes kommen erste Zweifel auf... mehr dazu spaeter.

Gut, dass ich in Moskau von meinem Vertrauen-erweckenden Bekannten Eduardo Aleksandrowitsch Arustamov und seiner herzlichen Selvira abgeholt wurde. Sicherheitshalber dachten diese direkt an Frau und viel Gepäck, sodass der VW Sharan nicht fehlte und auch mein Monster-Gepäck (bekanntlich verzichte ich ja sehr ungerne auf meine Klamotten...) reichlich Platz fand.




Der erste Weg führte uns in den lokalen Auchan, wo wir uns mit Leckereien eindeckten. Neben österreichischem Bergkäse, Jonagored aus dem alten Land (Mama, das ist ein Teil Deutschlands :-) und holländischen Cherry-Tomaten fehlt dem Angebot nichts. Kein Vergleich also zu anderen exotischen-Ländern (ich denke da z.B. an Bolivien...) nein, in Moskau gibt es alles, zumindest seit 15 Jahren ;-)

20km Autobahn führen uns anschließend in die Trabanden-Stadt Mitischi, die sich ausserhalb des Moskauers Rings befindet und für die nächsten 3 Monate mein zu Hause darstellt. Die Wohnung der Arustamovs ist typisch und einladend: klein und einfach gehalten, es fehlt an nichts.Ich nächtige die erste Woche noch im Wohnzimmer (bis ich mich eingelebt habe & auskenne, so meine Gast-Oma Selvira) wo sogar das Klavier steht (ob ich da drauf noch mal klimpern werde???), anschließend werde ich Zwangs-Verlagert. In die Selbständigkeit.

Nach dem Tschechien-Ghana Spiel, welches auch noch in Köln spielt (hmm...das Stadion kenne ich doch irgendwoher) und einer guten Portion Schlaf beginne ich den ersten Tag:
Sonntag.

An diesem ersten Sonntag mache ich mit meinem zukünftigen Zuhause Bekanntschaft: eine kleine Stadt-Datscha. 400m von Arustamov´s Wohnung entfernt, mit dem Auto allerdings 4km !!! Der Vorteil: nur 2 min. bis zur Bahn und 30 min bis ins Moskauer Zentrum. Wohingegen sich die Mitbewohner als Nachteil entpuppen: eine armenische Familie mit 2 ende-zwanziger Söhnen (soeben ist mein deutscher Boy-Friend geboren), beide lieben Musik über alles. Einer widmet sich ausserdem der Zucht eines weissen Taubenschlages, ist darüber hinaus ganz in weiß gekleidet und liebt es, alles ordentlich zu haben (kleiner Reinheits-Wahn??) Außerdem wird das Häusle von einer russischen Familie mit einem 6-monatigen Baby bewohnt.
Das ganze liegt auf einem schönen Grundstück mit Garten, Bäumen und Blumen... hört sich total romantisch an und ist genau mein Ding, wenn da nicht die permanente Musik-Beschallung aus dem Auto wäre. Wen wundert es da noch, dass die russischen Deduschkas ihre Hüften so gut schwingen können, wenn bereits von Kinder-Schuhen an slawische Beats ihr ständiger Begleiter sind.
Kleiner Hinweis an Rick & Andy: denkt doch grad mal an Mary und den letzten Abend ;-)) .... alles klärchen !?!

Alles in allem denke ich, dass wir uns arrangieren werden und ich mit einer 100er Packung Ohren-Stöpsel auch meine Diplomarbeit unter Dach und Fach kriege
Alles wird gut, nicht wahr Julia !?!

Ganz nach russischer Tradition fahren wir anschließend auf die Datscha, 40km nördlich Mytischis gelegen. Unterwegs holen wir Schaschlik, nach kaukasischer Art zubereitet beim Armenier unseres Vertrauens und verbringen den Nachmittag bei Arustamov´s Sohn auf dem Land. Fehlen tut es mir hier wirklich an gar nichts.


Die Sprache
Ich schlage mich durch. Immerhin habe ich heute schon das russische Sand-Maennchen geguckt... macht total spass, echt. Allerdings glaube ich, dass mein deutsches Sprachzentrum ziemlich schnell verkümmern wird. Und das, als ich mich grad mal (nach 3 Jahren) an das High-German und seine Nuancen gewöhnt habe ;-)) schlechtes timing.
Deshalb werde ich ein kleines Praktikum bei der Messe Duesseldorf, in Moskau machen, um auch die Deutsch-Kenntnisse weiterhin zu praktizieren.
Der Russisch-Unterricht wird nicht fehlen... naja - mehr dazu spaeter.


1 Comments:

At 03:30, Anonymous Anonym said...

Привет девушка! Kak Я рад, о тебе слышать. У тебя являются миловидные русские друзья - это очень хорошо, фантастически, замечательно. ты говорил уже по-русски? Русские понимают тебя? Я желаю тебе всего хорошего. Если ты хочешь, я посылаю тебе CD в Россию.

Это замечательно знать тебя. Пожалуйста, пиши. До встречи. Себастьян из Бохума

 

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