Samstag, Oktober 07, 2006

Екатеринбург

Die neue Heimat – Yekaterinburg (ehem. Swerdlowsk)- befindet sich 40km von der europäisch-asiatischen Grenze entfernt (1667km östlich von Moskau).
Die “symbolische Grenze” wird von einem 4 Meter hohen Metallpfeil markiert. Das Fundament selbst besteht aus zwei Steinen, die aus den äußersten Punkten Europas bzw. Asiens gebracht wurden: Kap Rock und Kap Dezhnew. Eröffnet wurde der Pfeil am 281. Geburtstag von Yekaterinburg im Jahr 2004. Bis zum Jahr 2010 soll hier ein Komplex mit Museen, Hotels und Restaurants entstehen. Wie man sieht – auch hinterm Ural/bzw. im Ural schlafen die Leute nicht.


Yekat. hat 1,5 Mio. EW, würde ich aber mehr wie ein “gefühltes” Provinzstädtchen mit charmantem Flair beschreiben. Dies liegt einerseits am Unterschied zur Metropole Moskau, andererseits an der Stadtarchitektur selbst.
Yekat. zählt zu den im 18. Jhdt. neu gegründeten russischen Planstädten. Im Zuge einer durch den Zaren initiierten Entwicklung des Metall verarbeitenden Gewerbes in Russland wurde Yekat. als so genannte “Goroda-sawody” (Fabrikstadt) erbaut. Die Siedlungsentwicklung ist folglich von der Produktionsstruktur des Betriebes bestimmt. Dabei wurden die Wohn-Siedlungen um den Betrieb nach einem schachbrettartigen Raster gebaut. Von den ursprünglichen Staatsbetrieben selbst ist im Zentrum, außer dem Damm, an welchem früher das Hüttenwerk angesiedelt war, nicht viel übrig geblieben.

Mittlerweile befinden sich im Stadtkern die Veraltungs-, Repräsentativen-, Finanz-, Handels- und kulturelle Zentren. Die meisten davon sind am „Lenin Prospekt“ – der 4,5km langen Hauptstraße – unter Stalin erbaut – ausgerichtet. Die Magistrale führt vom Rathaus, bzw. Platz des Jahres 1905 bis ins Universitätsvirtel „Wtusgorodok“, wo sie endet.

Die Verdichtung der Stadt selbst ist sehr gering: es gibt viele große Frei- und Brachflächen, und das selbst im Zentrum. Dabei ist auffallend, dass 25-geschossige Häuser neben niedriggeschossigen Wohnhäusern (z.T. noch Holzhäuser) stehen. Durch viele unbenutzte Hinterhöfe- und Garagenflächen gepraegt - entsteht ein eher uneinheitliches Stadtbild, welches u.a. durch viele verschiedene, z.t. vorrevolutionäre Baustile geprägt ist...

Die Wohnung meiner Hosts – befindet sich im Zentrum der City. In 20-25 Gehminuten kann so ziemlich alles – außer dem Univiertel – erreicht werden (ein echter Unterschied zu Moskau!): Oper, Staatstheater, Fußgängerzone, Rathaus, Cafés und Restaurants, mehrere Kinos und sogar das “WTC”. Insgesamt gibt es ca. 15 Unis in Yekat., wobei ich an der größten Uni (UPI) studiere. Mit 30.000 Studenten soll sie die beste und wichtigste Uni der Swerdlowskaja Region sein - russischer Stolz :-)
Bekannt geworden ist die UPI durch Jelzin, der hier studiert hat. Mehr von der Uni – und den 17-18jährigen Nataschas, die auf den Catwalk besser passen würden dann - in ein paar Tagen…

1 Comments:

At 23:23, Anonymous Anonym said...

Wo sind die Fotos.... da sitzt nur eine typische, rotgefärbte Asiatin (ohne Minirock = tiefster Winter?) vor einer Skulptur von Beuys?

Und was ist das für ein Experiment?

Hat das mit der Unterbringung, dem Wetter oder das kein Personenschaden , wenn der rasende Roland, in Form der Expresslinie "Moskau-Vlademir-Stock", düst, entsteht????

Also bitte, nicht mehr soviele Fakten, Fakten, Fakten :-)

Ansonsten weiter so....

 

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